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Japanisches Parlament wählt neuen Ministerpräsidenten

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Japanisches Parlament wählt neuen Ministerpräsidenten

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Der Vorsitzende der in Japan regierenden Liberal-Demokratischen Partei, Shinzo Abe, ist vom Parlament zum jüngsten Ministerpräsidenten seit dem Zweiten Weltkrieg gewählt worden. Sein Kabinett wollte der 52jährige unmittelbar nach der Wahl vorstellen.

Abe ist seit 1993 Parlamentsabgeordneter, hat aber erst seit dem vergangenen Jahr eines Kabinettspostens inne. Trotz seiner geringen Regierungserfahrung wurde er schon bald zur rechten Hand seines Vorgängers Junichiro Koizumi. Zu den Hauptgebieten seiner Regierungsarbeit erklärte Abe die Änderung von Japans pazifistischer Verfassung, die Fortführung der Wirtschaftsreformen seines Vorgängers und die Verbesserung der gespannten Beziehungen zu China. Aufgrund der umstrittenen Besuche Junichiro Koizumis in einem Schrein in Tokio, wo auch verurteilte Kriegsverbrecher geehrt werden, hat China Spitzentreffen mit der japanischen Regierung abgelehnt. Abe hatte die Besuche seines Vorgängers in dem Schrein befürwortet, ließ aber offen, ob er als Regierungschef selbst dorthin gehen wird. Koizumi hatte seine Besuche des Yasukuni-Schreins als private Ehrung der japanischen Gefallenen des Zweiten Weltkriegs verteidigt.