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Weltwirtschaftsforum: Schweiz wettbewerbsfähigstes Land der Erde

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Weltwirtschaftsforum: Schweiz wettbewerbsfähigstes Land der Erde

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Die Schweiz ist im laufenden Jahr zur wettbewerbsstärksten Volkswirtschaft der Welt aufgestiegen. Das geht aus einer Untersuchung des Genfer Weltwirtschaftsforums unter der Leitung seines Chefvolkswirts Augusto Lopez-Claros hervor. Grundlage war ein breites Spektrum von Faktoren, die das Wirtschaftsklima eines Landes beeinflussen und denen eine Schlüsselrolle für nachhaltiges Wachstum zukommt.

Die Eidgenossenschaft rangiert erstmals auf Platz eins. Zu verdanken hat sie dies dem gesunden institutionellen Umfeld, der ausgezeichneten Infrastruktur und gut funktionierenden Märkten. Deutschland erreicht als zweites Land der Eurozone Platz acht.

Die relative Schwäche des gemeinsamen Währungsraums erklärt Lopez-Claros mit der zu starken Konzentration auf wirtschaftliches Wachstum nach dem 11. September 2001. Viele Regierungen hätten dagegen dringende Strukturreformen vernachlässigt. Doch Reformen seien langfristig wichtig für künftiges Wachstum.

Immerhin ist mit Finnland ein Mitglied der Eurozone auf Platz zwei gelandet. Durch die dann folgenden Schweden und Dänen schneiden die nordischen Länder sehr gut ab. Sie haben Haushaltsüberschüsse und eine geringe öffentliche Verschuldung.

Die Wirkung seiner Untersuchung auf die betroffenen Regierungen sieht Lopez-Claros unterschiedlich. Einige Länder wie Südkorea nähmen die Ergebnisse sehr ernst. Es gehe um Stärken und Schwächen eines jeden Landes, und diese Daten könnten dann in die Formulierung von Politik Miteinfließen.

Insgesamt wurden 125 Staaten ausgewertet, neun mehr als im Vorjahr. Österreich landete auf Platz 17 – hinter Israel und Kanada, aber vor Frankreich und Australien.