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Endesa-Übernahme: E.ON geht in die Offensive

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Endesa-Übernahme: E.ON geht in die Offensive

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Im Ringen um den spanischen Stromversorger Endesa ist der deutsche E.ON-Konzern deutlich in die Offensive gegangen. Das Unternehmen aus Düsseldorf stockte sein Übernahmeangebot um zehn Milliarden auf nunmehr 37 Milliarden Euro auf. E.ON sah darin ein klares Signal an die Aktionäre, dass die Deutschen zum Kauf Endesas entschlossen sind. Zwei Drittel der Anteile des Unternehmens sind in Streubesitz.

Die spanische Energiewirtschaft scheint sich mit E.ON als künftigen Branchenriesen abgefunden zu haben. Spekuliert wurde über eine weitere Konsolidierung um den zweitgrößten Energiekonzern Iberdrola. Dies wurde von Wirtschaftsminister Pedro Solbes positiv bewertet. Er möge global agierende Konzerne und auch europäische Branchenriesen, sagte er in einem Rundfunkinterview. Aber noch mehr sei er für starke nationale Unternehmen, vor allem dann, wenn diese auch europaweit wettbewerbsfähig seien.

Neben Iberdrola sollen sich Presseberichten zufolge auch Union Fenosa und Gas Natural an einer solchen Fusion beteiligen. Diese Spekulationen waren ausgelöst worden durch die Ankündigung des Baukonzerns und Fenosa-Großaktionärs ACS, Anteile an Iberdola zu erwerben.