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EU fordert weitere Reformen von Bulgarien und Rumänien

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EU fordert weitere Reformen von Bulgarien und Rumänien

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Nach der Zustimmung der EU-Kommission zum EU-Beitritt Rumäniens und Bulgariens hat Kommissionspräsident Jose Manuel Barroso bei einem Besuch in Sofia Bulgarien zu weiteren Reformanstrengungen aufgerufen. Das Land habe große Fortschritte gemacht, sagte Barroso, und er danke allen Regierungen, die daran mitgewirkt hätten. Der bulgarische Ministerpräsident Sergej Stanitschew versprach, Kriminalität und Korruption weiterhin zu bekämpfen sowie eine Justizreform auf den Weg zu bringen. Die EU-Mitgliedschaft werde Bulgarien wirtschaftlich stärken, sagte er, dafür werde sein Land die EU stärker und erfolgreicher machen.

Auch in Rumänien ist man sich der Bedeutung des Augenblicks bewusst. Ein Etappenziel sei erreicht worden, sagte Staatspräsident Traian Basescu. Gleichzeitig warnte er aber vor zu hohen Erwartungen – und vor der Illusion, dass sich nun der Wohlstand von ganz allein einstellen werde.

Am Dienstag hatte die EU-Kommission grünes Licht für die Aufnahme Bulgariens und Rumäniens zum 1. Januar 2007 gegeben – allerdings unter strengen Auflagen. So können Schutzklauseln angewandt und Rechte eingeschränkt werden, wenn die Länder keine Fortschritte bei der Anpassung an die EU-Standards machen.