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Greenpeace setzt "Probo Koala" fest

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Greenpeace setzt "Probo Koala" fest

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Das Frachtschiff “Probo Koala”, das in der Elfenbeinküste einen internationalen Giftmüllskandal ausgelöst hat, wird seit Montagabend im estnischen Hafen Paldiski von der Umweltschutzorganisation Greenpeace blockiert. Greenpeace fordert von den estnischen und den Behörden der EU, Schiff und Besatzung festzusetzen, um eine eingehende Untersuchung und strafrechtliche Schritte zu ermöglichen. Ein Vertreter der estnischen Umweltbehörden sagte, die Analysen hätten keine Beanstandungen ergeben. Jedoch habe man einen merkwürdigen Geruch festgestellt. Die “Probo Koala” war von einer niederländischen Firma gechartert worden und hatte im August im westafrikanischen Hafen Abidjan geschätzte 400 Tonnen giftige Ölabfälle gelöscht. Die unsachgemäße Behandlung führte zu einer Umweltkatastrophe. Offiziellen Angaben zufolge starben mindestens sieben Menschen und etwa 40 000 erkrankten. Die Regierung der Elfenbeinküste trat daraufhin zurück.