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Peugeot Citroen baut 10.000 Stellen ab

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Peugeot Citroen baut 10.000 Stellen ab

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Einen Tag vor Beginn des Pariser Autosalons hat der französische Peugeot-Citroen-Konzern massive Umstrukturierungsmaßnahmen angekündigt. Dazu gehört neben einem Abbau von Arbeitsplätzen auch eine Modelloffensive. Bereits im laufenden Halbjahr sollen 125 Millionen Euro eingespart werden. Gleichzeitig sucht PSA neue Wachstumsmöglichkeiten in Russland und China.

Mit dem Aktionsplan legt Konzernchef Jean-Martin Folz drei Monate vor seinem Abschied den Kurs für seinen Nachfolger fest. Der muss aber erst noch gefunden werden. Unter seiner Führung sollen dann zwischen Januar nächsten Jahres und Januar 2008 rund 10.000 Arbeitsplätze abgebaut werden. Die Investitionen werden um 20 Prozent gekürzt.

Zudem verzichtet PSA auf den Ausbau der Fertigung im Werk Trnava in der Slowakei. Bereits beschlossen: das Ende des britischen Werks Ryton. Die französischen Beschäftigten befürchten nun ein Sterben auf Raten, wie ein Gewerkschaftssprecher erklärt. Dies gelte vor allem für Mitarbeiter mit befristeten Verträgen, die die Hoffnung hatten, übernommen zu werden.

Grund für die Maßnahmen bei Peugeot Citroen ist die zurückggangene Rentabilität infolge wenig erfolgreicher neuer Modelle. Der Marktanteil in Europa fiel seit Jahresbeginn von 15 auf 13,8 Prozent. Der Fahrzeugabsatz dürfte 2006 bei 3,5 Millionen Stück stagnieren.