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Putin fordert "Durchgreifen" im Konflikt mit westlichen Ölfirmen

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Putin fordert "Durchgreifen" im Konflikt mit westlichen Ölfirmen

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Im Streit um die westlichen Investitionen im russischen Energiesektor hat Präsident Vladimir Putin seine Regierung zum Durchgreifen aufgefordert. Es müsse Maßnahmen gegen die Unternehmen geben, die gegen die Lizenzverträge verstießen, sagte Putin nach einem Gespräch mit dem zuständigen Minister im Badeort Sotschi.

Diejenigen Firmen, die ihre Verpflichtungen nicht ordnungsgemäß erfüllten, müssten mit Sanktionen rechnen. Im Visier der russischen Regierung ist vor allem ein von Shell geführtes Konsortium, das auf der Pazifikinsel Sachalin operiert. Shell hatte kürzlich eine Verdopplung der Kosten des Projekts bekanntgegeben, was für den russischen Staat Einnahmeausfälle bedeuten würde. Daraufhin war Shell ein Verstoß gegen Umweltauflagen vorgeworfen worden. Im Vorgehen Moskaus sehen westliche Experten aber vor allem einen Versuch, russische Konzerne als Projektpartner durchzudrücken. Die Behinderungen Shells seien nur ein Vorwand.