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Ungarns Regierungs-Chef Gyurcsany entschuldigt sich


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Ungarns Regierungs-Chef Gyurcsany entschuldigt sich

Ungarns Ministerpräsident Ferenc Gyurcsany hat sich für seine Aussagen über die Wirtschaftsreformen des Landes entschuldigt. Er sagte, er habe die Reformvorhaben nicht im vollem Umfang dargestellt, um die Pläne durchsetzen zu können. Es hätte sonst zuviel Widerstand gegeben. Während die Regierung auch in der Vergangenheit bemüht war, die Sparmaß nahmen als notwendig erscheinen zu lassen, um beispielsweise den Staatshaushalt zu sanieren, sehen die Bürger sie als Griff in ihre Tasche.

Tausende von Ungarn waren deswegen in den letzten Tagen auf die Straße gegangen, wie in der Hauptstadt Budapest. Auch in der vergangenen Nacht verlangten die Demonstranten vor dem Ungarischen Parlament Gyurcsanys Rücktritt. Die Demonstranten schliefen auf der Rasenfläche oder in aufgestellten Zelten.

Es blieb ruhig. In der Vergangenheit hatte es immer wieder Ausschreitungen gegeben. Teilweise lieferten sich die Demonstranten heftige Straßenschlachten mit der Polizei. Die Organisatoren der Demonstration auf dem Kossuth-Platz wollen auch Freitagnacht den Platz nicht räumen, wenn aufgrund der Kommunalwahlen am 1. Oktober eine Kampagne-Ruhe angeordnet ist.

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