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Jospin macht Spekulationen ein Ende

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Jospin macht Spekulationen ein Ende

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Der ehemalige französische Premierminister Lionel Jospin will sich nicht als möglicher Präsidentschaftskandidat der Sozialisten zur Wahl stellen. Dies machte er nach monatelangen Spekulationen klar. Jospin hatte bereits zweimal erfolglos versucht, Präsident zu werden: Zum letzten Mal vor vier Jahren bei seiner größten Niederlage, als er schlechter abschnitt als Front-National-Chef Jean Marie Le Pen.

Mit Lionel Jospins Rückzug blieben vier offizielle und ein inoffizieller Bewerber für die Präsidentschaftskandidatur der Sozialisten. Der Ministerpräsidentein der Region Charente-Poitou, Ségolène Royal, werden laut Umfragen die größten Chancen ausgerechnet, ins höchste Staatsamt zu kommen.

Kritiker aus den eigenen Reihen werfen ihr mangelnde Erfahrung vor, obwohl sie bereits mehrmals Ministerin war. Auch ihr Lebensgefährte und Sozialistenchef Francois Hollande ließ indirekt Ambitionen auf die Präsidentenkandidatur durchblicken. Er sagte, er stehe der Partei zur Verfügung.

Neben Royal will sich auch der ehemalige Premierminister Laurent Fabius zur Wahl stellen. Im vergangenen Jahr hatte der erfahrene Politiker die Partei gespalten, weil er gegen die europäische Verfassung war. Bleiben der frühere Finanzminister Dominique Strauss-Kahn und der ehemalige Kulturminister Jack Lang. Gewählt wird der Sozialistenkandidat für die Präsidentschaftswahl 2007 am 16. November.