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Königliches Begräbnis für eine Zarenwitwe - Maria Fjodorowna in St. Petersburg beigesetzt

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Königliches Begräbnis für eine Zarenwitwe - Maria Fjodorowna in St. Petersburg beigesetzt

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In der Isaaks-Kathedrale im russischen St. Petersburg haben am Donnerstag die Trauerfeierlichkeiten für Maria Fjodorowna stattgefunden – im Beisein zahlreicher Vertreter des europäischen Adels sowie der Mitglieder der Familie Romanoff. Vor 78 Jahren war die Zarenwitwe in ihrer Heimat Dänemark gestorben. In dieser Woche war ihr Sarg in ihre Wahlheimat Russland überführt worden. 1866 hatte die dänische Königstochter nach Russland geheiratet. Sie war die Mutter des 1918 ermordeten letzten Zaren Nikolaus II. Nach der russischen Revolution flüchtete sie nach Dänemark, wo sie 1928 starb.

Den Trauergottesdienst hielt der russisch-orthodoxe Patriarch Alexi II. Er sagte, die Rückkehr der sterblichen Überreste Maria Fjodorownas nach Russland symbolisiere die Einheit der russischen Geschichte. Die Erinnerung an Menschen, Traditionen und Leistungen des vorrevolutionären Russland kehre zurück.

Im Anschluss an den Gottesdienst wurde Maria Fjodorowna zu ihrer letzten Ruhestätte gebracht – in die Peter-und-Pauls Kathedrale, wo sie an der Seite ihres Mannes, des Zaren Alexander II., bestattet wurde. Die Anteilnahme in der russischen Bevölkerung ist groß: In den vergangenen Tagen nahmen rund 5000 Menschen von der Zarenwitwe Abschied.