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Spionage-Affäre zwischen Georgien und Russland spitzt sich zu

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Spionage-Affäre zwischen Georgien und Russland spitzt sich zu

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Die Krise zwischen Georgien und Russland verschärft sich weiter. Die Behörden in Tiflis haben Bilder veröffentlicht, die russische Miltärs bei Spionageaktionen zeigen sollen. Georgische Sicherheitskräfte hatten gestern sechs russische Offiziere wegen angeblicher Spionage verhaftet. Sie halten das russische Militärhauptquartier in Tiflis immer noch umstellt und verlangen die Überstellung eines weiteren russischen Militärs.

Georgiens Regierung wirft den Militärs vor, für den russischen Militärgeheimdienst Armeeeinrichtungen, Energie-Anlagen und NATO-Programme ausspioniert zu haben. Freitag sollen die sechs Verdächtigen offiziell angeklagt werden. Russland regierte inzwischen auf die Festnahme. Der Botschafter in Tiflis wurde zu Gesprächen nach Moskau zurückgezogen. Die Ausgabe von Visa für Georgier wurde eingestellt.

“Wir werden weitere Audio- und Videodateien vorlegen, die beweisen, dass die Offiziere Spionage in Georgien betrieben haben”, sagte der georgische Innenminister Wano Merabischwili. Der russische Verteidigungsminister Sergej Ivanow wies die Vorwürfe zurück. Das Vorgehen der georgischen Behörden sei “völlig wild und hysterisch”. Russland werde eine “angemessene” Antwort geben. Das Außenministerium in Moskau empfiehlt den russischen Staatsbürgern, auf Reisen nach Georgien zu verzichten