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Airbus berät über A380-Krise

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Airbus berät über A380-Krise

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Der Aufsichtsrat des Airbus-Mutterkonzerns EADS hat über Konsequenzen aus der Krise um den A380 beraten. Der neue Airbus-Chef Christian Streiff wollte der EADS-Führung entsprechende interne Prüfungen vorlegen. Die Beratungen liefen unter strikter geheimhaltung.

Dabei geht es auch um Standortfragen. Ein Sprecher der kommunistischen französischen
Gewerkschaft CGT erklärte, er mache sich Sorgen um die Arbeitsplätze in Frankreich und an den anderen Standorten, etwa Hamburg. Denn einige Stellen könnten zur Disposition stehen, sollte die Produktion – wie geplant – gestrafft werden.

In der vergangenen Woche hatten sich Hinweise verdichtet, die Fertigung des A380 werde sich wegen Problemen bei der Verkabelung um weitere sechs Monate verzögern.

Dies könnte die Kosten des Programms von zwölf Milliarden Euro empfindlich erhöhen. Der Listenpreis pro Maschine beträgt 240 Millionen Euro. Bislang liegen 159 Kauforder vor.

Zudem muss das Konzept des neuen Langstreckenflugzeugs A350 nach Kundenkritik überarbeitet werden. Beobachter befürchten, EADS müsse die Airbus-Staaten schneller mit Starthilfen für dieses Modell zur Kasse bitten als vorgesehen.