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Israel-Abzug aus Libanon fast vollständig

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Israel-Abzug aus Libanon fast vollständig

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Anderthalb Monate nach Kriegsende im Libanon hat Israel seine Truppen fast vollständig abgezogen. Für mehrere hundert Soldaten ist der Krieg damit erst jetzt wirklich angeschlossen. Für Israel war es wichtig, seine Truppen rechtzeitig zum Versöhnungsfest Jom Kippur wieder daheim zu haben, dem höchsten jüdischen Feiertag. In den Wochen davor hatte sich der Abzug immer wieder hinausgezögert.

Auch für die Einwohner in grenznahen libanesischen Orten wie Marwaheen ist der israelische Abzug eine Erleichterung: Sie sei darüber sehr glücklich, sagt eine Frau; was geschehen sei, werde sich jetzt nicht noch einmal wiederholen.

Nur in dem geteilten Grenzdorf Ghadschar bleiben vorerst noch einige israelische Soldaten. In dem früher syrischen Dorf sieht Israel noch offene Sicherheitsfragen. Ein Sprecher der UNO-Friedenstruppe zeigte sich besorgt; man suche aber eine für alle annehmbare Lösung.

Inzwischen rücken die UNO-Truppen in die geräumten Gebiete vor, um sich vom Abzug zu überzeugen. Diese Gebiete sollen dann an die libanesische Armee übergeben werden. Israel kündigte aber an, wieder gegen die Hisbollah-Miliz vorzugehen, wenn diese erneut ihre Infrastruktur aufbaue.