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Neue Enthüllungen über "Rainbow Warrior"

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Neue Enthüllungen über "Rainbow Warrior"

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Über 20 Jahre nach dem tödlichen Anschlag auf das Greenpeace-Schiff “Rainbow Warrior” in Neuseeland ist die Affäre erneut ins Licht der Öffentlichkeit gerückt. Hintergrund war die Aussage eines Familienmitglieds der sozialistischen Politikerin Ségolène Royal, ihr Bruder habe 1985 als Agent des französischen Geheimdienstes die Bombe im Hafen von Auckland angebracht. Ein Fotograf der Umweltorganisation, die gegen die französischen Atomtests im Mururoa-Atoll protestieren wollte, war bei dem Anschlag ums Leben gekommen.

Die Sozialistin erklärte sich erstaunt über das Wiederaufflammen der Debatte, einen Tag nachdem sie sich offiziell um die Präsidentschaftskandidatur ihrer Partei beworben hatte. Sie wisse nicht, ob sie an einen Zufall glauben solle und verwies die Journalisten für weitere Informationen an das französische Verteidigungsministerium.

Der jüngere Bruder Ségolène Royals hatte der französischen Zeitung Le Parisien gesagt, sein Bruder Gérard habe nach eigenen Angaben die Bombe auf das Schiff gebracht. Inzwischen veröffentlichte das neuseeländische Fernsehen auch die Aufnahmen aus dem Prozess gegen zwei der französischen Agenten. Die neuseeländische Polizei will die Untersuchungen wiederaufnehmen.