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US-Kongress geht gegen Glückspiel im Internet vor - Aktien von Anbieter brechen ein

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US-Kongress geht gegen Glückspiel im Internet vor - Aktien von Anbieter brechen ein

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Gut vier Wochen vor den Kongreßwahlen in den USA haben Senat und Repräsentantenhaus mit großer Mehrheit ein Gesetz gegen Glücksspiele im Internet verabschiedet. Es verbietet Kreditkartenfirmen und Banken auf Kundenwunsch den meist außerhalb der USA ansässigen Internet-Glückspiel-Unternehmen Geld anzuweisen.

Etwa die Hälfte des Spielumsatzes im Internet wird einem Kongressbericht zufolge in den Vereinigten Staaten gemacht. Als Folge rasselten die Aktienkurse der überwiegend europäischen Anbieter in den Keller. So verloren PartyGaming zeitweise fast 60 Prozent, ebenso Sportingbet.

Auch die österreichische Bwin brach zweistellig ein. Die Firma hatte erst kürzlich die schwedische Online-Poker-Webseite Ongame gekauft, um Zugang zum US-Markt zu bekommen. Nach Meinung von Analysten könnte das neue US-Gesetz, dem Präsident George W. Bush noch zustimmen muss, das wirtschaftliche Aus für die Österreicher bedeuten.