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Russische Offiziere aus Georgien zurückgekehrt - weiter Spannungen zwischen beiden Ländern

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Russische Offiziere aus Georgien zurückgekehrt - weiter Spannungen zwischen beiden Ländern

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In ihrer Heimat Russland sind sie jetzt Helden: Die vier Offiziere, die in Georgien unter Spionagevorwurf verhaftet worden waren. Nach ihrer Freilassung kamen sie am Abend auf dem Militärflughafen Tschkalow bei Moskau an. Dort empfing sie ihr Chef, Verteidigungsminister Sergej Iwanow. Nach den scharfen Worten von Präsident Wladimir Putin nannte nun auch Iwanow das georgische Verhalten eine Provokation – es sei aber nicht das erste Mal und es werde auch nicht das letzte Mal gewesen sein.

Russland hat inzwischen trotz der Freilassung alle Verbindungen zu Georgien gekappt: ob per Post, Auto, Flugzeug, Schiff oder Bahn. Gegen wichtige georgische Produkte wie Wein und Mineralwasser besteht schon seit längerem ein Einfuhrverbot.

Das alles trifft Georgien schwer: Denn obwohl die frühere Sowjetrepublik mit aller Macht von Russland wegstrebt, ist sie doch noch in vielerlei Hinsicht auf den großen Nachbarn angewiesen; nicht zuletzt wegen der vielen Georgier, die in Russland arbeiten und viel Geld nach Hause schicken. Das russische Parlament strebt jetzt an, diese Überweisungen ganz zu unterbinden.

Außerdem sind immer noch rund dreitausend russische Soldaten im Land. Den vier Offizieren hatte Georgien erst Spionage vorgeworfen – später wurden sie auch noch beschuldigt, Anschläge verübt zu haben. Gestern wurden sie dann aber in der Hauptstadt Tbilissi an Vermittler der OSZE übergeben, der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa, die sie ihrerseits zum Flughafen brachten.