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A380-Probleme verursachen neue deutsch-französische Grabenkämpfe

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A380-Probleme verursachen neue deutsch-französische Grabenkämpfe

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Die Probleme des A380 bringen auch den Mutterkonzern EADS mit seinem zerbrechlichen deutsch-französischen Gleichgewicht in erhebliche Turbulenzen. Die beiden Ko-Vorstandschefs Louis Gallois und Thomas Enders mussten mitansehen, wie der Aktienkurs des Unternehmens zur Wochenmitte zu einem Sturzflug ansetzte. Das Papier verlor sieben Prozent. Noch im April hatte die Aktie einen Wert von mehr als 35 Euro, inzwischen steuert sie auf 20 Euro zu.

Nach Meinung von Analysten befürchten die Märkte, dass mit weiteren Lieferverzögerungen die Probleme noch größer werden und Kunden Airbus verlassen. Inzwischen deuten sich auch neue deutsch-französische Grabenkämpfe an. Die deutsche Regierung mahnte EADS, die Probleme nicht zu Lasten deutscher Arbeitsplätze zu lösen. Berlin schließt einen Einstieg beim Konzern nicht aus.

Der Pariser Finanzminister Thierry Breton erklärte, für den französischen Staat als Aktionär sei wichtig, dass es zur Lösung der aktuellen Probleme einen Aktionsplan gebe. Dieser Plan darf aber unter keinen Umständen französische Interessen bevorzugen. Das will der deutsche Wirtschaftsminister an diesem Donnerstag der Airbus-Spitze persönlich klarmachen.