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Airbus A380 setzt erst mit Verspätung zur Landung an

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Airbus A380 setzt erst mit Verspätung zur Landung an

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Der A380 wird für Airbus immer mehr zur wirtschaftlichen Dauerbaustelle. Die Verzögerungen verschlingen zusätzliche Kosten in Milliardenhöhe, sorgen für Unmut bei den Kunden und rufen Regierungen und Arbeitnehmervertreter in den Produktionsländern auf den Plan. Im Einzelnen müssen die Airlines auf die Auslieferung etwa zwei Jahre warten. Dies kostet Airbus bis 2010 rund 2,8 Milliarden Euro. Der Flugzeugbauer will daher ab diesem Datum jährlich zwei Milliarden Euro einsparen.

Wie Airbus-Chef Christian Streiff erklärte, steht die gesamte Unternehmensstruktur auf dem Prüfstand. So solle grundsätzliche über eine Verbesserung der Produktion nachgedacht werden. Es sei die Frage zu stellen, was in den nächsten zehn Jahren aus den 18 Airbus-Standorten werden solle.

Die Fluggesellschaften reagierten verärgert oder überrascht auf die erneuten Lieferverszögerungen. Allerdings gab es keine Stornierungen. Erstkunde Singapore Airlines will seine geplante Kapazitätserweiterung jedoch mit 19 Maschinen des Typs Boeing 777-300 umsetzen.

Airbus-Chef Streiff spielte die Reaktionen herunter: “Die Reaktion war in einem Punkt sehr positiv. Und zwar haben wir wirklich mit offenen Büchern gearbeitet. Wir haben ganz genau gesagt: was haben wir gefunden, was haben wir getan in den letzten drei Monaten, was sind wir dabei zu tun, was wollen wir in den nächsten Monaten tun?” Die Deutsche Lufthansa hält an ihren Bestellungen fest. Das Unternehmen sei weiter von der Erfolgsstory des A380 überzeugt, hieß es.