Eilmeldung

Eilmeldung

Französisches Parlament beschließt Privatisierung von Gaskonzern GDF

Sie lesen gerade:

Französisches Parlament beschließt Privatisierung von Gaskonzern GDF

Schriftgrösse Aa Aa

Nach dreiwöchiger Debatte hat die Pariser Nationalversammlung der Privatisierung des staatlichen Gasversorgers GDF zugestimmt. Das Projekt war auch innerhalb der bürgerlichen Regierungspartei umstritten, fand am Ende aber eine klare Mehrheit. In Paris kam es dagegen erneut zu Protesten von GDF-Mitarbeitern. Sie befürchten den Abbau von Arbeitsplätzen.

GDF macht in Frankreich einen Umsatz von rund 18 Milliarden Euro und hat etwa elf Millionen Kunden.
Die Zahl der Beschäftigten liegt bei 53.000.

Vorbehaltlich der Zustimmung des Senats kann der französische Staat seinen GDF-Anteil von derzeit 70 Prozent auf ein Drittel reduzieren. Die Privatisierung des Unternehmens ist die Vorbedingung für eine Fusion mit dem französischen Energiekonzern Suez, die die Regierung als Reaktion auf einen Übernahmevorstoß der italienischen Enel anstrebt.

Der Zusammenschluss von GDF und Suez würde einen der größten Energiekonzerne in Europa schaffen, in dem sowohl die Strom- und Gasversorgung als auch die Wasser- und Abwasserwirtschaft vereinigt wären.

Kürzlich hatten GDF und Suez Vorschläge bei der EU-Kommission eingereicht, um deren Einwände gegen ihre geplante Fusion zu zerstreuen.