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Condoleezza Rice in Ramallah: "Wir wollen Euch helfen"

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Condoleezza Rice in Ramallah: "Wir wollen Euch helfen"

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US-Außenministerin Condoleezza Rice ist auf ihrer ersten Nahost-Reise seit dem Libanon-Krieg in Ramallah mit Palästinenserpräsident Mahmood Abbas zusammengetroffen. Die USA wollen ihm im Streit mit der Hamas den Rücken stärken. Abbas sagte dazu, die Verhandlungen über eine gemeinsame Regierung der nationalen Einheit seien tot. Condoleezza Rice gab sich alle Mühe, den Ruf einer Israel-Komplizin abzuschütteln, sie sagte auf einer Pressekonferenz:

“Wir sind sehr besorgt über die humanitäre und wirtschaftliche Lage in den Palästinensergebieten. Es ist sehr traurig, dass viele Palästinenser gerade jetzt im Ramadan so viel entbehren müssen. Wir werden unsere Anstrengungen verdoppeln, die Lage der Palästinenser zu verbessern.”

Um Unparteilichkeit zu demonstrieren, war Frau Rice extra zuerst nach Ramallah gefahren, und erst dann nach Israel. Doch vielen Palästinensern fehlt der Glaube. Hamas-Ministerpräsident Haniyah jedenfalls warf den USA erneut Anti-Palästinensertum vor:

“Das Leiden der Palästinenser ist den USA egal. Sie wollen diese Region so umgestalten, wie es ihnen und den Israelis passt.” Zum Bruderkampf mit der Fatah meinte er nur: wir können ja weiter verhandeln.