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Die Probleme beim Airbus A380 haben zu einem Produktionsstopp der Flugmotoren geführt.

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Die Probleme beim Airbus A380 haben zu einem Produktionsstopp der Flugmotoren geführt.

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Der britische Turbinenhersteller Rolls-Royce teilte, mit die Fertigung an den Trent 900-Triebwerken für das Großraumflugzeug für ein Jahr auszusetzen. Auswirkungen auf Belegschaft und Konzernergebnis soll es nicht geben. Rolls-Royce will nun die weiteren Planungen von Airbus abwarten. Beim EADS-Mutterkonzern sind unterdessen Entscheidungen über die Zukunft einzelner Standorte noch nicht gefallen.

Das habe die Kozernführung dem europäischen Betriebsrat in Hamburg versichert, hieß es bei Arbeitnehmervertretern. Teile des A380 werden in zahlreichen Airbus-Werken in Spanien, Frankreich, Großbritannien und Deutschland vorproduziert.
Die Endmontage findet anschließend in Hamburg und Toulouse statt. Betriebsräte und Gewerkschafter verlangen einen umfassenden Einblick in das Sparkonzept der Konzernführung.

Einzelne Standorte dürften nicht gegeneinander ausgespielt werden, hieß es. Die Belegschaft könne nicht bis 2007 hingehalten werden. Die Folgen der Airbus-Krise beschäftigen in der kommenden Woche auch den deutsch-französischen Ministerrat in Paris. Im Schatten der Airbus-Krise fliegt der US-Rivale Boeing weiter auf Erfolgskurs. Der US-Konzern konnte im laufenden Jahr seine Auslieferungen massiv steigern.

Allein im dritten Quartal erhielten die Boeing-Kunden des US-Konzerns 100 Verkehrsflugzeuge. m Vorjahreszeitraum waren es nur 62 Maschinen. Boeing will im Gesamtjahr 395 Verkehrsflugzeuge ausliefern, 36 Prozent mehr als 2005.