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Großdemonstration in Moskau gegen "Georgierhatz"

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Großdemonstration in Moskau gegen "Georgierhatz"

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Auf dem Pushkin-Platz in Moskau haben knapp 1000 Menschen gegen das Vorgehen des Kremel gegen die in Rußland lebenden Georgier protestiert. Viele Demonstranten trugen Anstecker “Ich bin ein Georgier”. Sie sprachen von einer “Hexenjagd auf Georgier”. So wurde ein Rektor aufgefordert, zu melden, ob Eltern georgischer Schüler eine Aufenthaltsgenehmigung besitzen.

Wladimir Ryschkow, einer der führenden Liberalen in der Duma, spricht von einer Überreaktion:
“Georgien hat Rußland provoziert, das verlangte eine Antwort. Aber die russischen Schritte sind unangemessen. Sie schaden dem Ansehen Rußlands und fördern Fremdenfeindlichkeit”, findet Ryschkow.

Rußland hatte Mitte der Woche eine Verkehrsblockade gegen den südlichen
Nachbarn verhängt, nachdem dort mehrere russische Offiziere unter Spionageverdacht vorübergehend festgenommen worden waren.

Außerdem schob der Kremel mehrer als hundert Georgier aus Rußland ab. Gestern trafen an Bord der
zurückgekehrten Flugzeuge des russischen Katastrophenschutzministeriums 176 Russen auf dem Mosklauer Flughafen Domodedowo ein. Sie hatten ein Angebot der russischen Behörden angenommen, aus Georgien ausgeflogen zu werden. Der Kremel betonte, es handele sich nicht um eine Evakuierungsaktion.