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Airbus-Chef Christian Streiff zurückgetreten

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Airbus-Chef Christian Streiff zurückgetreten

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Als Konsequenz aus den jüngsten Unternehmensturbulenzen nimmt Airbus-Chef Christian Streiff seinen Hut. Er war nur drei Monate im Amt. Wie der Mutterkonzern EADS mitteilte, trat Streiff mit sofortiger Wirkung zurück. Als Grund für den Rückzug Streiffs sahen Insider das mangelnde Vertrauen zwischen ihm und der EADS-Spitze.

Es sei dem Elsässer nicht gelungen, eine stärkere Entscheidungsbefugnis und Autonomie bei der Umsetzung seines Sanierungsplans zu bekommen. Der französische Premierminister Dominique de Villepin hatte noch am Sonntagabend erklärt, für einen Rücktritt Streiffs gebe es keinen Anlass. Streiffs Aufgaben bei Airbus werden künftig von EADS-Ko-Vorstandschef Louis Gallois mitverantwortet.

EADS hatte in der vergangenen Woche die Auslieferung des A380 um durchschnittlich ein weiteres Jahr verschieben müssen. Nun soll ein milliardenschweres Sparprogramm umgesetzt werden. Dabei hatte sich der Konzern zu bisherigen Standort-Zusagen bekannt, Einzelheiten aber offen gelassen.

Unterdessen hält sich die deutsche Regierung einen befristeten Einstieg bei EADS offen. Dies könne unter Umständen sinnvoll sein, hieß es in Berlin.