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Nordkorea - verarmtes Land mit Raketenprogramm

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Nordkorea - verarmtes Land mit Raketenprogramm

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Das kommunistische Nordkorea hält sich seit Jahrzehnten von der Außenwelt weitgehend abgeschottet. Verlässliche Informationen zur Lage im Land gibt es kaum. Seit zwölf Jahren herrscht Kim Jong Il in Pyöngjang. Er übernahm die Staatsführung 1994 nach dem Tod seines Vaters Kim Il Sung.

So abgeschottet wie sein Land hat Kim Jong Il auch sich selbst. Nur drei offizielle Auslandsreisen sind von ihm bekannt: nach Peking und ins nahegelegene russische Wladiwostok. Dafür kam die Welt zu ihm; seine Besucher schilderten Kim als höflich, wortgewandt und selbstsicher. Außerdem kam die Welt Nordkorea zu Hilfe, denn das Land stürzte nach Überschwemmungen und Missernten in den Neunziger Jahren in eine schwere Hungersnot. Bis zu zwei Millionen Menschen sollen wegen Unterernährung umgekommen sein.

Dennoch unterhält Pjöngjang die fünftgrößte Armee der Welt und leistet sich ein kostspieliges Rüstungsprogramm.
Seit mehr als dreissig Jahren arbeitet Nord-korea an der Entwicklung von Raketen. Grundlage waren die einst von der Sowjetunion und von Ägypten gelieferten Scud-B-Kurzstreckenraketen. Die danach entwickelten Langstreckenraketen stellen eine potentielle Bedrohung der westlichen USA dar. Das von US-Präsident George W. Bush zur “Achse des Bösen” gerechnete Land erklärte sich schon im vergangenen Jahr offiziell zur
Atommacht.