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Scharfe Reaktionen auf Nordkoreas Atomtest

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Scharfe Reaktionen auf Nordkoreas Atomtest

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Nach den Reaktionen bei Nordkoreas Nachbarn fallen auch die in westlichen Ländern scharf aus. Europäische Union und NATO berieten in Brüssel über weitere Schritte. In ihrer Verurteilung des Kernwaffenversuchs sind sich beide Bündnisse einig.
NATO-Generalsekretär Jaap de Hoop Scheffer spricht nach dem Treffen von einer Bedrohung für den Weltfrieden. Er könne diesen Schritt nur verurteilen. Nordkorea müsse zu Verhandlungen zurückkehren. Einen anderen Weg gebe es nicht.

Ähnlich äußert sich auch EU-Chefdiplomat Javier Solana: Dass Kernwaffen nicht weiterverbreitet würden, sei für die EU nach wie vor von größter Bedeutung. Nordkorea habe mit dem Test gegen die Prinzipien verstoßen, die die EU verteidige.

Kritik kommt auch aus Russland. Für die Atommacht steht ebenfalls im Vordergrund, dass wieder ein neues Land Kernwaffen besitzt und sie auch an andere weitergeben könnte – wie schon seine Raketen. Präsident Wladimir Putin sagt, das gehe nicht nur Nordkorea etwas an. Die Nichtweiterverbreitung von Massenvernichtungswaffen in der Welt habe großen Schaden genommen.

Russland bestätigte auch Messungen der USA und anderer Länder. Demnach gab es zur fraglichen Zeit in Nordkorea tatsächlich eine Erderschütterung. Im Gegensatz zu den anderen steht für Russland aber schon fest, dass die Ursache eine Kernexplosion war. Eine Umweltgefahr gebe es vor Ort, in den grenznahen russischen Regionen nicht; man messe aber weiterhin die Strahlung.