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Auch China zu Sanktionen gegen Nordkorea bereit

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Auch China zu Sanktionen gegen Nordkorea bereit

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Bei den Beratungen im UN-Sicherheitsrat zeichnet sich eine gemeinsame Reaktion auf den nordkoreanischen Atomwaffentest ab: Auch China schließt Sanktionen gegen Nordkorea nicht mehr aus. Unterdessen erklärte ein Vertreter Nordkoreas in Peking, sein Land sei bereit, seine Atomwaffen abzuschaffen und zu den Sechs-Länder-Gesprächen über sein Atomprogramm zurückzukehren, falls die USA entsprechende Maßnahmen ergriffen. Er drohte jedoch zugleich, Nordkorea könne Raketen mit nuklearen Sprengköpfen abfeuern. Dies sei vom Verhalten der USA abhängig. Nordkorea hatte am Montag nach eigenen Angaben erstmals einen erfolgreichen unterirdischen Atombombentest durchgeführt.

China – bislang der Hauptverbündete Nordkoreas – erklärte, wirtschaftliche Sanktionen kämen in Frage, falls die Stabilität der koreanischen Halbinsel dies erfordere. Derweil verhängte China Medienberichten zufolge derweil eine Urlaubssperre für seine Soldaten entlang der Grenze zum Nachbarland. Peking befürchtet eine Flut von Flüchtlingen, falls Wirtschaftssanktionen die ohnehin angespannte Lage in Nordkorea weiter verschärfen. Südkorea versetzte seine 650.000 Soldaten in Alarmbereitsschaft. In der Hauptstadt Seoul kamen erneut zahlreiche Menschen zu Protesten gegen das Regime im Norden zusammen.