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Neuentdeckte Nekropole im Vatikan für Öffentlichkeit zugänglich

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Neuentdeckte Nekropole im Vatikan für Öffentlichkeit zugänglich

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Eine zweitausend Jahre alte Grabanlage, die vor drei Jahren im Boden des Vatikans entdeckt wurde, wird Ende dieser Woche der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Die Gräber sind Teil einer ganzen Nekropole (wörtlich: Totenstadt), einer ausgedehnten Begräbnis- und Weihestätte. Sie stammt aus der römischen Kaiserzeit.

Die Anlage sei von großem historischen Wert, sagte der Direktor der Vatikan-Museen, Francesco Buranelli: Wenn ein solcher in seiner Gesamtheit erhaltener Komplex nach zweitausend Jahren aus der Versenkung zurückkehre, sei das ein großes Ereignis, denn diese Anlage biete einen Querschnitt durch die gesamte römische Gesellschaft der Kaiserzeit. Hier seien Reiche und Arme bestattet, Freigelassene und Sklaven.

Die Nekropole wurde im Jahre 2003 zufällig entdeckt: bei Bauarbeiten für eine Tiefgarage in der Via Triumphalis. Es war nicht der erste Fund dieser Art: Vor rund sechzig Jahren wurde unter dem Petersdom eine ganze Gräberstraße freigelegt – mit dem mutmaßlichen Petrusgrab.