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Neuer Airbus-Chef Gallois will Sanierungsplan zügig umsetzen

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Neuer Airbus-Chef Gallois will Sanierungsplan zügig umsetzen

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Nach dem überraschenden Wechsel an der Airbus-Spitze soll der Sanierungsplan “Power8” zügig umgesetzt werden. Das kündigte der neue Chef des Flugzeugbauers, EADS-Co-Vorstandschef Louis Gallois im französischen Rundfunk an. Mit dem Maßnahmenpaket sollen die Kosten binnen vier Jahren um mindestens zwei Milliarden Euro gedrückt werden. Das bedeute Stelleneinbußen in der Verwaltung, so Gallois. Die von der Pariser Wirtschaftszeitung La Tribune ins Spiel gebrachte Zahl von 10.000 Jobkürzungen wollte Airbus indes nicht bestätigen.

Das 36 Jahre alte Unternehmen verkaufte seit seiner Gründung 4450 Flugzeuge und erzielte 2005 einen Umsatz von 22,3 Milliarden Euro. An seinen 16 Standorten beschäftigt Airbus insgesamt 55.000 Menschen. Von diesen bangen nun viele um ihren Arbeitsplatz.

In Frankreich wird befürchtet, dass es vor allem die Airbus-Hauptverwaltung in Toulouse trifft. CGT-Gewerkschaftssprecher Jean-Jacques Devigne erklärte, der Sanierungsplan sehe die Rationalisierung und Verschlackung der Produktion, weniger Stellen und Kostensenkungen vor. Die bisherigen Airbus-Chef Forgeard, Streiff und Gallois hätten damit nur die Aktionäre milde stimmen wollen.

Der neue Airbus-Chef Gallois machte deutlich, dass die Frage nach den Werken kein Tabu sein dürfe. Die Aufgabenverteilung zwischen Hamburg und Toulouse ist umstritten. Die Airbus-Krise ist am Donnerstag auch Thema des deutsch-französischen Gipfels in Paris.