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Putin verurteilt Mord an russischer Journalistin

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Putin verurteilt Mord an russischer Journalistin

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Bei seinem zweitägigen Deutschlandbesuch ist Russlands Präsident Wladimir Putin in Dresden eingetroffen, um mit der deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel an der Abschlusssitzung eines deutsch-russischen Expertentreffens teilzunehmen. Rund 2000 Menschen erwarteten ihn vor dem Residenzschloss -darunter auch einige Demonstranten, die ihrer Empörung über den Mord an der russischen Journalistin Anna Politkowskaja Ausdruck verliehen. Der sogenannte 6. Petersburger Dialog war am Vortag mit einer Schweigeminute für die regierungskritische Journalistin eröffnet worden. Ihre Ermordung war auch Thema des Treffens zwischen Merkel und Putin.

Der russische Präsident sagte der deutschen Bundeskanzlerin volle Aufklärung des Falls zu. Wer auch immer für das Verbrechen verantwortlich sei, müsse zur Rechenschaft gezogen werden. Putin verurteilte die Ermordung der regimekritischen Journalistin als abscheuliche Gräueltat und inakzeptables Verbrechen, das nicht ungesühnt bleiben dürfe. Ihr Tod schade Russland und der Regierungsmacht mehr als die Artikel, die Politkowskaja geschrieben habe, betonte der Kremlchef.

Sieben Vereinbarungen wurden am Nachmittag unterzeichnet. Darin geht es unter anderem um die verstärkte Zusammenarbeit bei der Bekämpfung von Infektionskrankheiten, um die gemeinsame Forschung zum Thema Rohstoffe und um Kooperation im künstlerischen Bereich. Merkel und Putin wollten nach der Abschlusssitzung des 6. Petersburger Dialogs zur deutsch-russischen Zusammenarbeit am Abend intern über die kritischen Themen reden.