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Sanktionen gegen Nordkorea geplant

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Sanktionen gegen Nordkorea geplant

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Nach dem von Nordkorea verkündeten Atomtest sind sich die meisten Staaten offenbar einig in ihrem Wunsch nach Sanktionen. Vor allem die USA wollen eine sehr schnelle Reaktion des UNO-Sicherheitsrats, der heute wieder zusammenkommen soll. Sie schlagen eine Resolution vor, nach der zum Beispiel alle Fracht von und nach Nordkorea kontrolliert werden soll.

Sogar China, traditionell ein Verbündeter Nordkoreas, fordert eine angemessene Reaktion der UNO – was angemessen sein könnte, wird noch geprüft; auf keinen Fall ein militärisches Eingreifen. Einer chinesische Zeitung zufolge haben einige Militäreinheiten entlang der Grenze aber Urlaubssperre bekommen.

Eher setzt China auf neue Verhandlungen mit Nordkorea. Offenbar will man dort aber erst Zugeständnisse der USA, vor allem eine Lockerung bestehender Sanktionen – berichtet jedenfalls eine Nachrichtenagentur in Südkorea. Nordkorea hatte gestern verkündet, es habe seinen ersten Kernwaffentest durchgeführt. Zu der fraglichen Zeit wurde in vielen Ländern eine Erderschütterung gemessen. Ob es wirklich eine Kernexplosion war, ist nicht völlig geklärt.

Weder in den angrenzenden russischen Gebieten noch in China wurde aber nach offiziellen Angaben Strahlung festgestellt. Das Leben im chinesischen Grenzort Dandong geht auch heute wie gewohnt weiter. Über die Grenzbrücke rollen kaum Autos, offenbar aber vor allem wegen eines Feiertags in Nordkorea. Fähren und andere Boote sind wie sonst auch auf dem Grenzfluss Yalu unterwegs. Auch die Züge zwischen beiden Ländern fahren wie gewohnt.