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Weitere Reaktionen auf möglichen Atomtest

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Weitere Reaktionen auf möglichen Atomtest

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Wesentlich weniger gelassen als derzeit in Russland oder China nehmen die neue Lage manche Menschen in Südkorea. Auch hier hat man lange auf Verhandlungen und auf Annäherung gesetzt; damit ist man jetzt bitter enttäuscht worden. Auf der Straße brennen nordkoreanische Fahnen – auch wenn so nur wenige Südkoreaner reagieren.

Weitaus mehr zweifeln jetzt aber an dem jahrelangen sanften Kurs gegenüber dem Nachbarn. Südkoreas Präsident hat inzwischen mit mehreren seiner Amtsvorgänger gesprochen, um sich Rat zu holen, wie es nach der Bekanntgabe des nordkoreanischen Atomtests weitergehen kann.

In Japan will der neue Ministerpräsident Shinzo Abe erst abwarten, ob der Atomtest wirklich einer war: Dann aber will auch er weitere Sanktionen. Abe bekräftigte, dass sein Land weiterhin kernwaffenfrei bleiben soll. Japans Parlament forderte von Nordkorea den Verzicht auf sein Atomprogramm. Eine junge Frau in Tokio sagt einem Reporter, sie sei von dem Kernwaffentest überrascht, Das sei für sie undenkbar gewesen. Ein bisschen habe sie Angst.

Zumindest besteht wohl vorerst keine Gesundheitsgefahr. Japan schickt militärische Aufklärungsflugzeuge in die Luft, die dort Proben nehmen. Auch hier wurde aber bisher keine Kernstrahlung festgestellt – Strahlung, die auch zeigen könnte, ob in Nordkorea wirklich eine Kernexplosion stattgefunden hat.