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Nordkorea droht dem Westen - Zweifel an Atomtest wachsen

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Nordkorea droht dem Westen - Zweifel an Atomtest wachsen

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Nach seinem weltweit scharf verurteilten Atomtest hat Nordkorea seine unnachgiebige Haltung gegenüber dem Westen am Mittwoch bekräftigt. In einer offiziellen Erklärung des nordkoreanischen Außenministeriums hieß es, sollten die USA den Druck auf das Regime in Pjönjang erhöhen, werde man dies als Kriegserklärung auffassen und, falls notwendig, physische Gegenmaßnahmen ergreifen. Der zweite Mann in der Hierarchie Nordkoreas, Kim Yong Nam, deutete an, dass Nordkorea nur im Fall einer Aufhebung der Sanktionen bereit wäre, zu den Gesprächen über sein umstrittenes Atomprogramm zurückzukehren. Japan hat unterdessen weitere Sanktionen gegen Nordkorea verhängt, etwa eine Hafensperre für nordkoreanische Schiffe sowie strenge Importbeschränkungen für Güter aus dem kommunistischen Land.

Allerdings bestehen inzwischen Zweifel, ob Nordkorea überhaupt einen Atomtest durchgeführt hat. Nach mehreren Messungen äußerten sich sowohl Japan als auch Frankreich diesbezüglich skeptisch. Dennoch herrscht Unruhe, vor allem in Südkorea. “Die nordkoreanischen Atomtests würden Nachteile für das Land mit sich bringen”, sagte der südkoreanische Chefverhandler Chun Yung-Woo, “und den Frieden und die Sicherheit in der Region gefährden”.

In Seoul protestierten Hunderte Menschen gegen die Atompolitik des nördlichen Nachbarn. Berichte, wonach Nordkorea womöglich einen zweiten Atomtest durchgeführt habe, wurden allerdings dementiert. Vermutlich wurden die Erschütterungen von einem ein Erdbeben vor der japanischen Küste ausgelöst.