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Regimekritische Journalistin in Moskau beigesetzt

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Regimekritische Journalistin in Moskau beigesetzt

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In Moskau haben am Dienstag etwa 2500 Menschen Abschied von der ermordeten regierungskritischen Journalistin Anna Politkowskaja genommen. Trotz Regens bildeten sich auf dem Trojekurow-Friedhof lange Menschen- schlangen, um am Sarg Blumen niederzulegen. Politkowskaja lag nach russischer Sitte in einem offenen Sarg aufgebahrt. Bürgerrechtler, Oppositionspolitiker und westliche Diplomaten gaben ihr das letze Geleit.

Bei seinem Besuch in Deutschland verurteilte Präsident Wladimir Putin den Mord scharf. “So ein brutaler Mord an einer solchen Frau, einer Mutter, richtet sich gegen unser Land, gegen Russland, gegen die Regierung. Er hat negative Auswirkungen auf Russland und auf Tschetschenien, wo sie gearbeitet hat. Dieser Mord hat viel negativere Auswirkungen als ihr Publikationen”, sagte Putin.

Rund 2000 Menschen hatten Putin vor dem Residenzschloss in Dresden erwartet, darunter auch einige Demonstranten, die den Präsidenten mit “Mörder”-Rufen empfingen. Bundeskanzlerin Merkel sagte, sie habe offen mit Putin über den Mord gesprochen.