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Schweres Zugunglück in Frankreich

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Schweres Zugunglück in Frankreich

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Beim Zusammenprall zweier Züge im lothringischen Zoufftgen hat es am späten Mittwochvormittag mehrere Tote und Verletzte gegeben.

Die Präfektur bestätigte zunächst fünf Tote und erklärte, weitere Personen seien noch in den Zugtrümmern eingekeilt. Der Unfall ereignete sich an der luxemburgischen Grenze im französischen Departement Moselle. Ein aus Luxemburg in Richtung Nancy fahrender Regionalexpress war frontal mit einem aus Thionville kommenden Güterzug zusammengestossen. Mehr als 100 Rettungskräfte aus Frankreich und Luxemburg waren vor Ort, um Tote und Verletzte zu bergen.

Frankreichs Premierminister Dominique de Villepin verschob seine Dienstreise auf die Antillen um mehrere Stunden, um sich an der Unglücksstelle über den Unfall zu informieren. Er versicherte, dass Frankreich und Luxemburg die Untersuchung gemeinsam führen und den Tathergang sorgsam rekonstruieren würden.

Wie ein Sprecher der französischen Bahngesellschaft SNCF mitteilte, ereignete sich der Unfall in der Nähe einer Baustelle. Auf Grund der Bauarbeiten war nur ein Gleis in Betrieb. Der Zugverkehr verlief abwechselnd in beide Richtungen. Ersten Untersuchungen zufolge soll eine falsche Weichenstellung auf luxemburgischer Seite den Unfall verursacht haben.