Eilmeldung

Eilmeldung

Spanien will aus Sorge um Airbus-Jobs Einfluss bei EADS stärken

Sie lesen gerade:

Spanien will aus Sorge um Airbus-Jobs Einfluss bei EADS stärken

Schriftgrösse Aa Aa

Die Sorge um die Arbeitsplätze bei Airbus wächst. Die staatliche spanische Industrieholding SEPI soll nach dem Willen der Madrider Regierung ihren Anteil am Mutterkonzern EADS erhöhen, um heimische Airbus-Jobs zu schützen. Das teilte Wirtschaftsminister Pedro Solbes mit.

Diese Forderung fand die Unterstützung der Industriegewerkschaft. Ein Sprecher erklärte, bei Airbus gehe es nicht nur um ein wirtschaftliches Problem, sondern vor allem um eine politische Frage zwischen den beteiligten Regierungen.
Spanien müsse dabei gehört werden und brauche dazu eine starke Beteiligung.

Bislang galt Spanien im EADS-Konzern als reiner Junior-Partner ohne großen Einfluß. Madrid rückte jedoch stärker in das Zentrum der Aufmerksamkeit, nachdem eine staatliche russische Bank an der Börse rund fünf Prozent an EADS erwarb. Derzeit hält die Holding SEPI 5,5 Prozent. Spanischen Regierungsquellen zufolge soll dieser Anteil auf zehn Prozent aufgetockt werden. Dem Vernehmen nach ist dies auch im Interesse Frankreichs. Paris wolle somit einen russischen Einfluß verhindern.

EADS-Co-Vorstandschef Louis Gallois, seit kurzem auch verantwortlich für Airbus, plant eine schlankere Konzernstruktur und einschneidende Einsparungen. Dies hatte an den Airbus-Hauptwerken in Deutschland und Frankreich die Befürchtung ausgelöst, von der Sanierung besonders stark betroffen zu sein. Gallois trifft am Donnerstag in Hamburg mit der Belegschaft zusammen.