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Gemischte Signale für Nordirland-Einigung

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Gemischte Signale für Nordirland-Einigung

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Der britische Premier Tony Blair sieht Hoffnung bei den Gesprächen über eine eigenständige Regierung Nordirlands. Er sagte nach langen Verhandlungen in Schottland, es sei eine historische Chance: “Es ist nun an der Zeit, die Angelegenheit zu Ende zu bringen.” Bis Ende November sollen sich die nordirischen Parteien auf eine Zusammenarbeit einigen. Der Chef der pro-britischen Unionisten, Ian Paisley, lehnt die Frist aber ab und verlangte von der katholische Partei Sinn Féin ein Entgegenkommen in noch strittigen Fragen: “Die Botschaft ist einfach: Ihr seid am Zug. Wir haben nichts zu anzubieten.”

Sinn Féin vertraut unter anderem noch nicht der vorgesehenen Öffnung des protestantisch dominierten Polizeiapparates für katholische Sicherheitskräfte. Sinn-Féin-Chef, Gerry Adams glaubt, dass Nachbesserungen möglich sind: “Wo ein Wille ist, ist auch ein weg”, so Gerry.

Die Verhandlungen in St. Andrews gehen heute und morgen weiter. Ohne eine Einigung, soll die Provinz Nordirland wieder unter die direkte Verwaltung durch die britische Regierung gestellt werden.