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Hoffnung für Nordirland-Konflikt: Erste Gesprächsrunde positiv verlaufen

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Hoffnung für Nordirland-Konflikt: Erste Gesprächsrunde positiv verlaufen

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Nach der Wiederaufnahme der Gespräche im Nordirland-Konflikt haben sich sowohl London als auch Dublin zuversichtlich gezeigt, dass eine fristgerechte Lösung erreicht werden könne. Die Verhandlungen finden in Schottland unter der Schirmherrschaft des britischen Premierministers Tony Blair und seines nordirischen Kollegen Bertie Ahern statt. Beide wollen am Freitag die Ergebnisse der dreitägigen Konferenz bekannt geben. Aus der britischen wie auch der irischen Regierung hieß es, die erste Gesprächsrunde sei ermutigend verlaufen. Tony Blair sprach von einer historischen Chance für den Frieden und meinte, es sei an der Zeit, die bestehenden Probleme zu lösen.

London und Dublin hatten den Konfliktparteien in Nordirland eine Frist bis zum 24. November gesetzt, um eine Einigung über eine All-Parteien-Regierung zu erzielen. Eine gemeinsame Regionalregierung von Protestanten und Katholiken war im Jahr 2002 aufgelöst worden – seither steht die Krisenprovinz wieder direkt unter britischer Verwaltung.

Einer der Protagonisten der Verhandlungen ist der Chef der radikalen Protestantenpartei DUP, Ian Paisley. Er verlangt Änderungen bei der Ausgestaltung der Regierung und lehnt eine Machtteilung mit der katholischen Sinn-Fein-Partei ab, von der er weitgehendes Entgegenkommen in Sicherheitsfragen erwartet. Sinn Fein unter Gerry Adams wiederum weigert sich bislang, die von Protestanten dominierte nordirische Polizei zu akzeptieren, und fordert, dass die Kontrolle über das Polizei- und Justizwesen vollständig an örtliche Behörden übergehen soll. Wird bis zum Ablauf der Frist Ende November keine Einigung erzielt, bleibt Nordirland unter britischer Verwaltung. Einen weiteren zeitlichen Aufschub schlossen sowohl Großbritannien als auch Irland dezidiert aus.