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Kleinflugzeug stürzt in New Yorker Hochhaus

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Kleinflugzeug stürzt in New Yorker Hochhaus

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Feuer sorgte zunächst für Schrecken im New Yorker Stadtteil Manhattan: Ein Kleinflugzeug stürzte in ein Wohnhochhaus. Das FBI und andere Sicherheitsbehörden schliossen aber schnell einen terroristischen Hintergrund aus. Der Block mit Luxus-Eigentumswohnungen im vornehmen Bezirk Upper East Side hat fünfzig Stockwerke; die kleine Privatmaschine schlug in den oberen Etagen ein. Von den Hausbewohnern wurde offenbar keiner verletzt. Zur Unglückszeit am frühen Nachmittag waren anscheinend wenige von ihnen zuhause.

Allerdings starben die zwei Menschen im Flugzeug: Einer von ihnen war Cory Lidle, ein bekannter Baseballspieler, dem die Maschine auch gehörte. Seit einigen Monaten hatte er einen Pilotenschein. Wegen Treibstoffproblemen hatte er kurz vor dem Absturz SOS gefunkt.

“Er verlor an Höhe und senkte den rechten Flügel,” schildert eine Augenzeugin; “ich telefonierte grade und sagte: Wie kann der mitten in New York City Kunststückchen in der Luft machen?” Eine andere sagt: “Für mich war das Terrorismus. Ich bin gelaufen und habe geschrieen, Polizei, holt die Polizei!”

Etwa zwanzig Menschen wurden verletzt ins Krankenhaus gebracht, die meisten von ihnen Feuerwehrleute. Das Feuer in dem Wohnblock breitete sich über zwei Etagen aus, war aber in weniger als einer Stunde gelöscht.

Die Rauchsäule über Manhattan erinnerte viele New Yorker zunächst an den Anschlag auf das Welthandelszentrum vor fünf Jahren. Die Erleichterung kam erst später, aber mit ihr auch die Frage, warum eigentlich immer noch Flugzeuge so dicht über die Stadt fliegen dürfen.