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Rotes Kreuz spricht in Guantanamo mit Gefangenen

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Rotes Kreuz spricht in Guantanamo mit Gefangenen

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Eine Delegation des Roten Kreuzes hat in dem umstrittenen US-Gefangenenlager Guantanamo auf Kuba mit vierzehn Insassen gesprochen. Nach Angaben des Pentagons handelte es sich dabei um wichtige Mitglieder des Terrornetzwerks al Qaida; die Rotkreuz-Vertreter hätten mit den Gefangenen Einzelgespräche geführt, hieß es in Washington. Vertreter des Roten Kreuz bestätigten den Vorgang und kündigte eine Verlautbarung für die kommenden Tage an.

Unterdessen wurden in Afghanistan sechzehn ehemalige Guantanamo-Häftlinge freigelassen. Sie waren von den USA an ihr Heimatland ausgeliefert worden. US-Truppen hatten sie 2001 in Afghanistan als mutmaßliche Taliban-Kämpfer gefangengenommen. Mehrere Männer berichteten, sie seien in Guantanamo sehr schlecht behandelt worden. Die Soldaten seien dort grausam gewesen, sagt Doktor Khan Jan, sie hätten sich in unvorstellbarer Weise verhalten und seien mit den Gefangenen umgegangen wie mit Tieren.

Die schlechte Behandlung habe nach der Auslieferung nicht aufgehört, sagten die Freigelassenen. Aber in Afghanistan seien sie eher körperlich mißhandelt worden; in Guantanamo habe man sie psychisch gefoltert. Den Vorwurf, Taliban-Kämpfer gewesen zu sein, wiesen die Männer zurück.