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Japan reichen UN-Sanktionen gegen Nordkorea nicht aus

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Japan reichen UN-Sanktionen gegen Nordkorea nicht aus

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Nach dem Sanktionsbeschluß der UNO gegen Nordkorea erwägt Japan darüberhinausgehende Maßnahmen gegen das Nachbarland. Ministerpräsident Schinzo Abe erklärte am Sonntag in Tokio, man prüfe das weitere Vorgehen, habe aber noch keine Entscheidung getroffen. Ein führender Politiker der Regierungspartei regte an, das Atomwaffenverbot aus der pazifistischen Verfassung zu streichen. Doch daran will Ministerpräsident Shinzo Abe auch nach dem nordkoreanischen Atomtest festhalten.

Japan hatte bereits vor der UN-Entscheidung einseitig Sanktionen gegen Nordkorea verhängt; dazu gehört ein sechsmonatiges Einlaufverbot von nordkoreanischen Schiffe.

Die Bevölkerung ist mit der harten Linie einverstanden.

“Nordkorea ist von der UNO schon oft gewarnt worden. Die Entscheidung ist vernünftig und wir sind glücklich”, sagt der Rentner Kenji Suzuki.

“Wenn alles Geld statt für Hilfsgüter für Atomwaffen ausgegeben wird, dann sollte man hart sein”, findet Hiroko Hamada.

“Nordkorea hat nicht auf die Warnungen gehört. Sie haben getan, was sie nicht tun sollten, jetzt sind sie selber schuld”, meint die Studentin Chizuko Negoro.

Der russische Chefunterhändler bei den Secher-Gesprächen erklärte am Sonntag in Seoul, der Norden habe ihm wiederholt versichert, die Atomgespräche fortsetzen zu wollen. Moskau und Seoul würden sich gemeinsam für eine Wiederaufnahme der Sechser-Gespräche einsetzen.

In Südkorea geht vor allem konservativen Gruppen die Sicherheitsratsresoultion nicht weit genug. Sie fordern auch ein militärisches Vorgehen gegen den Norden, um dem Atomspuk ein Ende zu bereiten.

Die Regierung jedenfalls begrüßte die Resolution – und untersucht, wie sie sich auf die gemeinsamen Wirtschaftsprojekte mit dem Norden auswirkt.