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Premierminister Blair kritisiert muslimischen Schleier

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Premierminister Blair kritisiert muslimischen Schleier

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Großbritanniens Premierminister Tony Blair hat sich in die Debatte um die Integration von Muslimen eingeschaltet. Bei einer Pressekonferenz bezeichnete er das Tragen des Schleiers als “Zeichen der Abgrenzung”. Mehrere Sprecher muslimischer Gruppen hatten der Regierung zuvor vorgeworfen, zu einer wachsenden Angst vor dem Islam beizutragen.
Blair sagte, niemand wolle sagen, dass man das Tragen des Schleiers verbieten solle. Das sei übertrieben. Er meine jedoch, man müsse diese Angelegenheit angehen; überlegen, wie man diese Menschen vernünftig in die Gesellschaft integriere. Man dürfe jedoch niemanden zu etwas zwingen.

Der ehemalige Außenminnister und heutige Labour-Fraktionschef im Unterhaus, Jack Straw, hatte das tragen des Schleiers ebenfalls kritisiert. Es mache, so Straw, Beziehungen in der Gesellschaft schwieriger.
Kürzlich erst war eine Lehrerin in Nordengland per Gerichtsbeschluss aus dem Schuldienst entlassen worden, weil sie einen Schleier trug.

Die Vertreter der rund 1,8 Millionen Muslime in Großbritannien warnen inzwischen vor einer Dämonisierung des Islam. Die Gemeinschaft fühle sich bereits gefährdet und angreifbar.