Eilmeldung

Sie lesen gerade:

USA können "harte" Verhörmethoden fortsetzen


welt

USA können "harte" Verhörmethoden fortsetzen

In geheimen CIA-Gefängnissen dürfen weiter sogenannte harte Verhörmethoden angewendet werden – und dies legal: US-Präsident George W. Bush unterzeichnete in Washington ein entsprechendes Gesetz. Es schafft außerdem die Voraussetzungen für Prozesse gegen mutmaßliche Terroristen vor militärischen Sondergerichten – mit eingeschränkten Rechten für die Angeklagten.
Dieses Gesetz sei ein besonders wichtiger Teil des Krieges gegen den Terror, sagte Bush. Das unverzichtbare Mittel des harten Verhörs werde nun weiter eingesetzt werden können, um das amerikanische Volk auch in Zukunft zu schützen. Die Neuregelung werde helfen, Menschenleben zu retten, sagte Bush. Das Gesetzesbündel war im September zwischen Republikanern und Demokraten ausgehandelt worden. Menschenrechtsorganisationen erklärten, mit dem neuen Gesetz würden Praktiken legalisiert, bei denen es sich um Folter handele – wie etwa den Schlafentzug und die Unterkühlung. In Washington protestierten mehrere vor allem religiöse Gruppen gegen das Gesetz. Schon vor dessen Inkraftreten wurden Dutzende Berufungsanträge bei US-Bundesgerichten eingereicht. Die Polizei forderte mehrere Demonstranten auf, den Ort der Kundgebung zu verlassen. Als diese sich weigerten, wurden 15 von ihnen festgenommen.

Mehr zu:

Jede Geschichte kann aus vielen Perspektiven erzählt werden. euronews Journalisten berichten in ihren Sprachen, mit ihrer Sicht der Dinge.

Nächster Artikel

welt

Frankreich: Gewerkschaft der Polizei fürchtet erneut Gewalt in den Vorstädten