Eilmeldung

Eilmeldung

Gewaltausbrüche bei Gedenken an Peron in Argentinien

Sie lesen gerade:

Gewaltausbrüche bei Gedenken an Peron in Argentinien

Schriftgrösse Aa Aa

In Argentinien haben die politischen Leidenschaften der Erinnerung an den legendären Präsidenten Juan Domingo Peron zu massiven Gewaltausbrüchen geführt. Bei der Umbettung der sterblichen Überreste des 1974 verstorbenen Staatschefs kam es in der Kleinstadt San Vicente zu einer regelrechten Feldschlacht zwischen verfeindeten Anhängern. Mitglieder der Gewerkschaft der Lastwagenfahrer und der Bauarbeiter gingen auf dem Gelände des Mausoleums aufeinander los.

Sie nutzten dabei die völlige Abwesenheit der Sicherheitskräfte. Die Polizei war erst zu Stelle, als der Trauerzug in San Vicente eintraf. Der Sarg war zuvor aus der Familiengruft der Perons aus Buenos Aires geholt worden. In San Vicente hatte Peron einen Landsitz.

Die argentinische Regierung hatte seit längerem den Sarg des einstigen Volkshelden Peron näher an die Bevölkerung bringen wollen, war dabei aber auf zahlreiche rechtliche Hürden gestoßen. Im Kern ging es dabei um die Frage, wer in Argentinien das Recht hat, sich als juristische und politische Erben Perons zu betrachten. Die peronistische Staatsspitze hatte sich dabei betont zurückgehalten. Die Schlägereien am Mausoleum waren nach Aussagen von Beteiligten um die besten Plätze während der Beisetzung ausgebrochen. Unbestätigten Angaben zufolge wurden zwischen 40 und 60 Menschen verletzt.