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Saddam-Prozess mit Zeugenaussagen fortgesetzt

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Saddam-Prozess mit Zeugenaussagen fortgesetzt

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In Bagdad ist der Völkermord-Prozess gegen den ehemaligen irakischen Machthaber Saddam Hussein fortgesetzt worden – in Abwesenheit der Verteidiger. Der Ex-Präsident und die sechs Mitangeklagten erschienen jedoch alle vor dem irakischen Sondertribunal. Dieses setzte die Vernehmung von Zeugen der Anklage fort. Die hinter Vorhängen unsichtbaren Zeugen berichteten, wie die irakische Luftwaffe kurdische Dörfer mit Chemiewaffen angegriffen hatte.

In diesem zweiten Verfahren geht es um die Militärkampagne gegen die Kurden in den Jahren 1987 und 1988. Laut Anklage kamen dabei 180.000 Menschen ums Leben, die meisten von ihnen Zivilisten. Im ersten Verfahren mussten sich der ex-Präsident und seine Mitangeklagten wegen der Hinrichtung von 148 Schiiten aus der Stadt Dudschail im Jahr 1982 verantworten. Mit der Urteilsverkündung in diesem Prozess wird frühestens am 5.November gerechnet. Den sieben Angeklagten droht die Todesstrafe.