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Internetfirmen laufen britischen Samenbanken den Rang ab

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Internetfirmen laufen britischen Samenbanken den Rang ab

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In Großbritannien spezialisieren sich immer mehr Internetfirmen auf die Lieferung von frischem Sperma. Ihre Spender bleiben anonym. Dagegen müssen die auf künstliche Befruchtung spezialisierten Kliniken seit April 2005 den Namen des Spenders angeben und haben deshalb dramatische Engpässe zu verzeichnen. Nigel Woodforth ist einer der neuen Internetunternehmer. Idealerweise sollte das Sperma binnen einer Stunde beim Empfänger sein, erklärt er. Da die Zeit nicht reiche, den Samen in einer Klinik zu testen, werde der Spender so kurz wie möglich vor der Lieferung untersucht.

Wesentlich preiswerter, aber auch ohne die Langzeitkontrollen der offiziellen Samenbänke kann sich der Kunde die Ware für rund 700 Euro direkt ins Haus kommen lassen. John Paul Maytum von der zuständigen britischen Behörde warnt jedoch ausdrücklich vor den Risiken.

“Diese Internetfirmen verfügen über kein offizielles Reglement. Diejenigen, die ihre Dienste in Anspruch nehmen, können nicht sicher sein, was sie bekommen, oder ob dieses Sperma ungefährlich ist – geschweige denn vom Menschen stammt.”

Tatsache ist: Viren wie Aids können erst nach einer Inkubationszeit von drei Monaten im Sperma festgestellt werden. Grund, warum die Samenbanken das Erbgut tiefkühlen und erst nach ausgiebiger Untersuchung freigeben.