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Rice für neue Sechs-Länder-Gespräche mit Nordkorea

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Rice für neue Sechs-Länder-Gespräche mit Nordkorea

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US-Außenministerin Condoleezza Rice hat Südkorea und die anderen UN-Mitgliedsländer zu einer konsequenten Durchsetzung der Sanktionen gegen Nordkorea aufgerufen. Sie erwarte, dass die Länder eigene Maßnahmen ergreifen, um Nordkorea an der Verbreitung von Massenvernichtungswaffen und entsprechender Materialien zu hindern, sagte Rice nach einem Treffen mit ihrem südkoreanischen Kollegen, dem künftigen UN-Generalsekretär Ban Ki Moon in Seoul. Hier Rice mit Ban und Japans Außenminister Taro Aso.

Die diplomatische Stoßrichtung: Weitere nordkoreanische Atomtests zu verhindern, aber auch eine Aufrüstungsrunde der Nachbarstaaten Japan und Südkorea. “Für mich ist es sehr wichtig,” sagte Rice, “daß jeder erkennt, welche Druckmittel wir haben, um Nordkorea zu den Sechs-Länder-Gesprächen zurückzubewegen und ernsthaft über den Abbau seines Atomwaffenprogramms zu verhandeln.”

Die vor drei Jahren initiierten Gespräche zwischen Süd- und Nordkorea, USA, China, Rußland und Japan liegen seit November vorigen Jahres auf Eis. China und Südkorea gelten bei der Umsetzung der aktuellen Strafmaßnahmen, darunter Finanzbeschränkungen und ein Handelsembargo für Rüstungsgüter als Schwachstellen. Südkorea will vorerst an den zwei wichtigsten Kooperationsprojekten mit dem Nachbarland festhalten.

Unterdessen hat ein Sondergesandter Chinas in Pjöngjang Nordkoreas Parteichef Kim Jong Il eine nach US-Angaben “sehr starke Nachricht” des chinesischen Präsidenten Hu Jintao überbracht, die vor weiteren Atomtests warnt. China, engster Verbündeter Nordkoreas, hatte im UN-Sicherheitsrat für die Sanktionen gestimmt.