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Gefängnisnotstand in Grossbritannien

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Gefängnisnotstand in Grossbritannien

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Der britische Innenminister John Reid ist für seine Idee, Gefängnisschiffe einzusetzen, kritisiert worden. Er hatte vorgeschlagen, bis zu 800 Gefangene künftig auf Schiffen unterzubringen, um die überfüllten Haftanstalten in Großbritannien zu entlasten. Bereits vor zwei Wochen hatte der britische Innenminister 8.000 neue Haftplätze durch “Sofortmaßnahmen” bis Jahresende versprochen. Kritiker warfen ihm vor, sich von einer Übergangslösung zur nächsten zu hangeln. Darunter auch Frances Crook, die sich für eine grundsätzliche Reform der Haftanstalten einsetzt.

Die derzeitige Krise sei teilweise durch Panikmache seitens des Innenministeriums ausgelöst worden, das nun dafür die Verantwortung übernehmen müsse. Betroffen sind vor allem Gefängnisse in England und Wales. Dort ist die Zahl der Inhaftierten seit 1993 von 41 500 auf über 79 000 gestiegen. Deshalb werden immer mehr Gefangene vorübergehend in Polizeizellen untergebracht.