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Auseinandersetzungen zwischen Polizei und Demonstranten in Ungarn

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Auseinandersetzungen zwischen Polizei und Demonstranten in Ungarn

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Auch am Tag des Gedenkens an den Aufstand zeigte sich auf den Straßen der Hauptstadt Budapest die Zerissenheit der ungarischen Gesellschaft: Tausende Demonstranten der Opposition waren am Nachmittag in der Nähe des Parlaments zusammengekommen, um gegen die Regierung von Ministerpräsident Ferenc Gyurcsany zu protestieren. Sie bezichtigen ihn seit Wochen der Lüge und fordern den Rücktritt der Regierung. Der Sozialist Gyurcsany hatte in einer parteiinternen Rede eingeräumt, das Volk belogen zu haben, um Wahlen zu gewinnen. In Budapest setzte die Polizei Tränengas und Wasserwerfer ein, um die Demonstration aufzulösen. Bereits in der Nacht hatte sie einige hundert Menschen vom Platz direkt vor dem Parlament vertrieben. Jetzt überwachen auch Polizeihubschrauber das Viertel, mehrere Demonstranten wurden festgenommen. Über Verletzte wurde bislang nichts bekannt. Am Morgen war es zu friedlichen Demonstrationen der Opposition gekommen. Die Demonstranten sind mehrheitlich Anhänger der rechtsnationalen Oppositionspartei FIDESZ, mehrere hundert gehören rechtsextremen Parteien an. Die Opposition unter Viktor Orban kündigte indes ein Volksbegehren gegen die Regierung an. Damit solle das Land auf den demokratischen Weg zurückgebracht werden, sagte Orban bei einer Kundgebung.