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Diskussionen in USA und Großbritannien um Truppenabzug aus dem Irak

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Diskussionen in USA und Großbritannien um Truppenabzug aus dem Irak

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Während die USA und Großbritannien nach Lösungen für die Irak-Krise suchen, geht das Blutvergießen im Land weiter. Bei Anschlägen in Bagdad wurden am Sonntag sieben Menschen getötet, 15 Polizeirekruten starben bei einem Rebellenangriff. Insgesamt kamen am Wochenende mehr als 40 Menschen ums Leben.

Laut einer US-Untersuchung ist eine Mehrheit der Iraker unter 30 Jahren inzwischen der Meinung, dass sich die Sicherheitslage erst nach einem Abzug der US-Truppen verbessern würde. Zwar hatte US-Präsident George W. Bush erst am Samstag bekräftigt, an der gegenwärtigen Strategie festhalten zu wollen, aber auch in den USA wächst die Kritik am Weißen Haus. “Wir sollten nicht bis Jahresende warten, um den Kurs festzulegen”, sagte der demokratische Senator Carl Levin, “wir hätten das schon viel früher tun sollen. Wir sollten nicht bis nach den Kongresswahlen warten, um den Irakern zu sagen, dass wir einen Zeitplan für einen Truppenabzug festlegen werden.”

Auch in Großbritannien wird die Frage, wann die Soldaten den Irak verlassen sollen, immer drängender. Laut Medienberichten will Premierminister Tony Blair der Regierung in Bagdad noch 12 Monate Zeit geben – dann müssten die irakischen Sicherheitskräfte die Kontrolle von den britischen Truppen übernehmen können. Überraschend besuchte am Sonntag der Ehemann der britischen Königin Elizabeth II., Prinz Philip, die britischen Soldaten im Südirak. Die Visite war aus Sicherheitsgründen im Vorfeld geheim gehalten worden.