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Ford steuert auf finanzielle Katastrophe zu - 4,6 Milliarden Euro Verlust

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Ford steuert auf finanzielle Katastrophe zu - 4,6 Milliarden Euro Verlust

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Die Krise beim amerikanischen Autobauer Ford hat sich im dritten Quartal dramatisch verschlimmert. Das geht aus den vorläufigen Geschäftszahlen hervor, die der Konzern am Montag bekannt gab. So mußte vor allem wegen starker Einbrüche auf dem nordamerikanischen Heimatmarkt der neue Vorstandschef Alan Mulally einen Quartalsverlust von 4,6 Milliarden Euro bilanzieren – den größten seit 14 Jahren. Mulally bezeichnete dieses Ergebnis als – so wörtlich – “nicht akzeptabel”.

Im zweiten Vierteljahr war es Ford noch gelungen, den Verlust auf 98 Millionen Euro zu begrenzen. Im Gesamtjahr 2005 hatte Ford einen Gewinn von 1,6 Milliarden Euro ausgewiesen.

Der Konzern will nun seine Bilanzzahlen von 2001 bis zum zweiten Quartal 2006 revidieren. Schuld seien Buchungsfehler bei der Kreditfinanzierungtochter.

Um der Lage Herr zu werden, hatte Ford einen einschneidenden Sanierungsplan beschlossen. In dessen Rahmen sollen in Nordamerika 16 Fabriken geschlossen und 45.000 Arbeitsplätze abgebaut werden.

Wie auch seine beiden US-Rivalen General Motors und Chrysler leidet Ford unter den stark gestiegenen Benzinpreisen. Dies führte in der Bevölkerung zu einem Verzicht auf die viel Sprit schluckenden US-Modelle.